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Was versteht man unter CCS und CCU?

Daniel Groos

Dec 14, 2022

Carbon Dioxide Capturing and Storage und Carbon Capturing Utilization erklärt

Weltweit bleibt die politische Umsetzung der verabschiedeten Pariser Klimaziele von 2015 weit hinter dem notwendigen Tempo zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C oder auch 2,0°C zurück. Allen Experten ist längst klar, dass Reduktion und Vermeidung von Treibhausgasemissionen allein nicht ausreichen wird. Um die Erderwärmung zu begrenzen und langfristig zu regulieren brauchen wir Techniken wie wir Treibhausgase aus der Atmosphäre filtern, binden oder abscheiden können und diese Gase sicher und dauerhaft zu speichern.  


Aktuell liegt der Fokus dabei auf der CO2 Abscheidung und Speicherung (engl. Carbon Dioxide Capturing and Storage - CCS). Was aber nicht bedeutet, dass wir nicht auch für die anderen – teils viel stärker wirkenden Treibhausgase wie Methan (CH4) – Techniken entwickeln sollten, um auch deren Anteil in der Atmosphäre zu regulieren. Neben der technischen Abscheidung von CO2, z.B. direkt nach dem Verbrennungsprozess in Kraftwerken oder energieintensiven Produktionsprozessen (z.B. Zementherstellung), bei dem es entsteht, ist auch der nahezu standortunabhängige Entzug von CO2 durch die Einlagerung in Biomasse (wie z.B. Algen) eine erfolgsversprechende Methode (im engl. BECCS – Bioenergy with carbon capture and storage). 


Ideen und Pilotanlagen gibt es mittlerweile einige wenige, es fehlt die industrielle Umsetzung! Und da macht es mich wahnsinnig, dass wir hier in Deutschland wieder mal die Risiken von neuen Technologien in den Vordergrund stellen (siehe z.B. Umweltbundesamt oder Bundesministerium für Wirtschaft und Klima). Da geht es vor allem um die Frage, ob die Treibhausgase dauerhaft sicher gespeichert werden können.  


Es werden lieber anerkannt schädliche Technologien wie Atomkraft – als wenn wir da eine dauerhafte oder sichere Speichermethode hätten, Braunkohleabbau – dem ganze Ökosysteme zum Opfer fallen, Fracking – das in den USA weithin angewandt wird und dort zu erheblichen Umweltschäden führt und hier grade wieder dabei ist salonfähig zu werden. Auch der inzwischen eingestellte Steinkohleabbau hat wissentlich z.B. zum Absenken des Bodens beigetragen und war damit alles andere als sicher. 


Klar gibt es bei jeder neuen Technologie Risiken, die – weil die Technologien neu sind – nicht immer vollumfänglich abgeschätzt werden können. Dem stelle ich aber die Alternative entgegen den Klimawandel nicht konsequent zu bekämpfen. Die Risikoanalysen für die unterschiedlichen Temperaturentwicklungen sind meiner Meinung nach weit fortgeschritten und – wie ich finde – für die meisten Menschen auf unserem Planeten – apokalyptisch! 


Es scheint so, als ob man in der deutschen Politik mal wieder eine sagenhafte Chance liegen lassen würde (Deutschland war z.B. mal Weltmarktführer bei Solartechnik). Wie cool wäre es denn, wenn wir in Deutschland zu einer CO2 Senke werden würden. Jedes Unternehmen könnte – wenn es nachweislich klimanegativ ist – als neues zusätzliches Geschäftsmodell CO2 Zertifikate handeln. Die erforderlichen, innovativen Technologien würden sich in die ganz Welt exportieren lassen und Arbeitsplätze gäbe es wahrscheinlich auch. 


Liebe Unternehmer, lasst uns nicht darauf warten, dass sämtliche politischen Rahmenbedingungen geschaffen geklärt sind. Die Nutzung von abgeschiedenem CO2 z.B. bei der Bio-Fuel oder Bier-😊-Herstellung oder die Verwendung von Biomasse als Roh- oder Brennstoff (in engl. Carbon Dioxid Capturing and Usage – CCU) ist heute oft schon problemlos möglich und bei den aktuellen Energiepreisen auch ein ökonomisch sinnvoller Einstieg in die notwendige nachhaltige Transformation der Wirtschaft.  


Ich selber habe angefangen Algen zu züchten und aus der Algenmasse Briketts zu trocknen. Als Dünger verwende ich Odel vom Bauern nebenan 😊.




Da willst Du auch vorne dabei sein?

Kein Problem! Zum Glück gibt es einige Expert:innen, die wie unsere Sharkbite das Ökosystem von CCS, BECCS und CCU Anbietern aus Start-Ups und Konzernen gut kennen und mit Euch maßgeschneiderte Lösungen generieren können. Sprecht mit uns. Erstaunlicherweise können Sharks auch erst mal sehr gut zuhören 😊  



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